Sichere Mobilität: ein dringendes Anliegen

Von Sara Tij, Produktspezialistin für ADAS und vernetzte Fahrzeuge, Clarion Europe

In einer Zeit, in der sich die Mobilität und ihre Einsatzmöglichkeiten in ungeahntem Tempo weiterentwickeln, ist das Thema Sicherheit wichtiger denn je, schließlich bergen neue Arten der Fortbewegung wie zum Beispiel Elektro-Roller auch neue Risiken. Deshalb sollten wir das Thema Sicherheit im Straßenverkehr neu überdenken. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in neue Fortbewegungsmittel mit modernster Technologie zu investieren.

Die Straßen und Gehwege von Berlin sind das beste Beispiel für die neue Nutzung von Transportmitteln. Aber auch andere Städte wirken zusehends wie ein Fuhrpark voller neuer technischer Neuheiten. Es heißt umstrukturieren, um ein zufriedenstellendes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Eine Möglichkeit, dieser Herausforderung zu begegnen, ist die Androhung von Strafen. Leider bewirken diese aber nur in den seltensten Fällen einen Sinneswandel. Es gibt jedoch eine Alternative: Dank Technologien, die direkt in Fahrzeuge integriert sind, lässt sich die Sicherheit in Städten um ein Vielfaches erhöhen, ohne auf Widerstand in der Bevölkerung zu stoßen. Doch wie gelingt das?

Laut dem OCDE-Bericht „Science, Technology and Innovation Outlook 2018“ steckt in den Neuentwicklungen großes Potenzial: So können Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Robotisierung menschliche Fähigkeiten auf intelligente Weise ergänzen. Das bringt enorme Vorteile für die Gesellschaft.

Bei Fahrzeugen haben vor allem Kamera- und Radartechnologien sowie Laserradar großes Potenzial. Diese werden wie beim automatischen Parksystem im Nissan Leaf bereits eingesetzt, um den Fahrkomfort zu erhöhen. Damit wird es zudem wesentlich einfacher, Fußgänger, Radfahrer oder auch Roller im toten Winkel sowie in der Umgebung des Fahrzeugs zu erkennen. Personenschaden im Straßenverkehr oder Unfälle, bei denen die Beteiligten ihren Verletzungen teils tödlich erlitten, hätten durch moderne Erkennungstechnik vermieden werden können – ganz zu schweigen vom reinen Sachschaden.

Die neuen Technologien passen zudem die Geschwindigkeit der Fahrzeuge an die Umgebung an, lassen Fahrzeuge in die richtige Richtung fahren, sorgen dafür, dass Kollisionen verhindert werden und visualisieren die Fahrzeugumgebung, um Fahrmanöver zu unterstützen. Schon bald werden sie in der Lage sein, die Müdigkeit und Konzentrationsfähigkeit des Fahrers einzuschätzen, um ihn zu warnen oder aufzufordern, eine Pause einzulegen. Diese Fahrzeuge der neuen Generation, ob Auto, Bus, Transporter oder Lkw, stehen bereits zur Verfügung und erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Doch alle technischen Raffinessen genügen nicht, um den Status Quo zu ändern. Bürokratische Hürden verlangsamen den Prozess. Denn unverzichtbar für die Umsetzung der Theorie in die Praxis ist das Verständnis in der Politik. Wir brauchen mutige Vorstöße, um die Entwicklung zu beschleunigen.

Neue Technologien sind der Grundstein für Smart Cities. Städte wachsen und nur dank intelligenter oder gar autonomer Mobilität kann die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleistet werden. Viele träumen von einer bahnbrechenden Technik, doch sie ist und bleibt immer noch Mittel zum Zweck. Unabhängig von futuristischen Ideen braucht es für die moderne Verwandlung in erster Linie eine intelligente und praktische Transportinfrastruktur im Sinne der Menschen, die sich in den Städten bewegen und dort leben.

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